Mittwoch, 8. Februar 2012
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Auf den Spuren der Familie Strauß |
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Staatsbad Bad Brückenau - Johann Fleischmann ist zur Reha im Staatsbad und erforscht Schicksale jüdischer Hoteliers Johann Fleischmann interessiert sich für jüdische Geschichte. Oder besser gesagt: Er saugt sie förmlich in sich auf. Kein Wunder also, dass der 59-jährige Mittelfranke, der sich zurzeit auf Reha in der Hartwaldklinik aufhält, sich auch mit den Bad Brückenauer Juden und ihren Schicksalen im Nationalsozialismus beschäftigt. Und dabei hat er durchaus Neues entdeckt. Es scheint so, als ob das Schicksal Fleischmann in die Rhön geführt hat. Vor wenigen Wochen wurde bei ihm eine schwere Erkrankung festgestellt: Klinik, Operation; dann wurde er in die Hartwaldklinik zur Rehabilitation geschickt. Drei Wochen, vom 15. Dezember bis 5. Januar, musste er seinen Heimatort Mühlhausen im Landkreis Erlangen-Höchstadt gegen das Staatsbad tauschen. Nun fügte es sich, dass wegen eines kursierenden Virus' viele Gemeinschaftsveranstaltungen ausfielen – eine Vorsichtsmaßnahme der Klinik. Nun hatte Fleischmann mehr als genug Zeit, das zu tun, was er eh vorhatte: vor Ort Spuren jüdischer Geschichte zu suchen. |
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Ein Chronist der jüdischen Geschichte |
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Johann Fleischmann hat jetzt den achten Band seiner Mesusa-Reihe vorgestellt MÜHLHAUSEN - Johann Fleischmann schreibt und schreibt und schreibt. Gerade hat er den achten Band seiner Bücherreihe Mesusa herausgebracht. Auf 392 Seiten befasst er sich einmal mehr mit der Geschichte der jüdischen Landgemeinden an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach. Von Lisberg bis Weisendorf und von Geiselwind bis Sassanfahrt erforscht und beschreibt er Geschichte und Geschichten der einst hier ansässigen Juden und ihrer Gemeinden. Auch diesmal mit einigen verblüffenden Erkenntnissen. |
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Zeugnisse jüdischen Leben |
Heimatforschung - Johann Fleischmann stellt sein neues Buch vor. Mühlhausen/Aschbach - „Ich wusste, dass es dieses Bild in Aschbach gibt. Ich habe es aber nie bekommen“, erzählt Johann Fleischmann. Der Mühlhausener, Gründer des Arbeitskreises „Jüdische Landgemeinden an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach“ beschäftigt sich seit Jahren mit der jüdischen Vergangenheit in der Region. Jetzt veröffentlicht er „Mesusa 8“, sein neues Buch über die jüdische Vergangenheit von Walsdorf, Lonnerstadt, Aschbach und weiteren Orten in Franken.
Johann Fleischmann (rechts) mit seinem Schulfreund Hans Rückel vor dem Davidsbrunnen auf dem Marktplatz von Mühlhausen. Der Brunnen ist nach David Reizenstein benannt. Das Haus der Familie stand dahinter auf dem Platz der alten Post. Evi Seeger An das Foto aus Aschbach ist Johann Fleischmann doch noch gekommen. Es handelt sich um eine Aufnahme „der vorläufig festgenommenen Juden aus Aschbach“ vom 10. November 1938, dem Tag nach der Reichspogromnacht. Die neun verhafteten Aschbacher kamen zunächst nach Bamberg. Die fünf unter 65 Jahre alten „Schutzhäftlinge“ wurden später nach Dachau deportiert, ist nachzulesen. Vier von ihnen waren bis Jahresende wieder zurück in Aschbach. Einer – Max Sußmann – kam im März 1939 im Sarg zurück in die Heimat. |
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„Ich misse die alte Heimat" |
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Erinnerung - Aus Burghaslach stammt Carl Marschütz, der vor 135 Jahren die späteren Hercules-Werke gründete. Im hohen Alter musste er als Jude in die USA emigrieren. Der Mühlhausener Heimatforscher Johann Fleischmann will nun die Geschichte des Unternehmers in einem Buch niederschreiben. Mühlhausen/Burghaslach - Der Zufall und eine alte Dame aus Burghaslach brachten Johann Fleischmann auf die Spur von Carl Marschütz. Hat Fleischmann, Erforscher der einstigen jüdischen Landgemeinden, aber erst einmal eine Fährte aufgenommen, lässt er nicht mehr so leicht locker. Carl Marschütz und sein Leben in einer geschichtsträchtigen Zeit zogen Fleischmann so sehr in den Bann, dass er an einem Buch – Mesusa 9 – über den jüdischen Nürnberger Unternehmer arbeitet. Marschütz gehört für Fleischmann „zu den genialen und erfolgreichsten Industriellen aus Franken, die Ende des 19. Jahrhunderts die sich ihnen bietende Chance entschlossen wahrnahmen und Großes schufen“.  Carl Marschütz beim Zeitunglesen in Los Angeles, wohin er sich die Fränkische Landeszeitung nachsenden ließ. privat |
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Königliche Wurzeln entdeckt |
 | 1100 Jahre Lonnerstadt Im Rahmen der 1100-Jahr-Feierlichkeiten des Marktes Lonnerstadt hielt Johann Fleischmann einen Vortrag zu den "Königlichen Wurzeln" eines Lonnerstadter Schutzjuden. Klicken Sie den Zeitungsartikel an, um Ihn zu vergrößern | |
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Mesusa 7 - Rezension der ISRAEL NACHRICHTEN |
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MESUSA 7: "DER TAG, AN DEM MEINE SHOA BEGANN", Die Geschichte des Baruch Ron Spuren Jüdischer Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach 2010 ISBN 978-3-933623-15-7
Im März 2010 wurde in einer bewegenden Feierstunde, an der neben den vier Kindern, zwei Neffen und einer Nichte auch zahlreiche Freunde der Hauptperson teilnahmen, die dramatische Lebensgeschichte des als BERTHOLD RINDSBERG im Dezember 1924 in ADELSDORF geborenen, heute als BARUCH RON in YOKNEAM/ISRAEL lebenden Autors der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Werk war ursprünglich in Israel in hebräischer Sprache erschienen, wurde jedoch von SYLVIA und HERIBERT SCHMITZ ins Deutsche übersetzt und ist jetzt, dank der Bemühungen des Herausgebers JOHANN FLEISCHMANN vom Arbeitskreis "Jüdische Landgemeinden an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach" einer breiten deutschsprachigen Leserschaft zugänglich. Nach einem Vorwort des Herausgebers und Geleitworten von Dr. CHRISTIANE KOLBET, Dr. DAVID WAHL (dem Sohn von ROSI, Baruchs Schwester), YOAV RON (dem Sohn von SCHLOMO, Baruchs Bruder) und MIRYA (Baruchs Tochter) folgen 76 Seiten, in denen BARUCH RON sein äußerst bewegtes Leben schildert. Diese Arbeit, so berichtete mir ihr Autor in einem mich sehr beeindruckenden Gespräch, war auf Grund des intensiven Drängens seiner Kinder entstanden. |
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Mesusa 7 - „Zurück in Adelsdorf erfuhren wir Freundlichkeit“ |
 Baruchs Tochter Miri (links) liest ihr Vorwort für das Buch, rechts Johann Fleischmann
| Adelsdorf - Die Sitzplätze im Theater Kuckucksheim reichten kaum aus, als die Vorstellung des Buches „Mesusa 7“ auf dem Programm stand. Neben vielen Mitgliedern des Arbeitskreises kamen geladene Gäste wie Stefan Müller (MdB/CSU), Heide Mattischeck, ehemalige SDP-Bundestagsabgeordnete und Altbürgermeister Armin Goß aus Adelsdorf, aber auch viele, die „nur“ von diesem Ereignis erfahren hatten. Fleischmann freute sich, so ein großes Publikum zur Buchvorstellung begrüßen zu dürfen. Baruchs Kinder hatten ihren Vater so weit gebracht, dass er seine Erinnerungen aufschreiben ließ . 30 Exemplare wurden in hebräischer Sprache gedruckt. Da alles in Hebräisch geschrieben war fand es Johann Fleischmann wichtig, dass die Erzählung auch ins Deutsche übersetzt wird. Das Ehepaar Sylvia und Heribert Schmitz besorgten dies ohne jegliche Kosten für den Arbeitskreis. Eigentlich wollte er genau im Moment der Begrüßung live mit Baruch Ron telefonieren, aber dieser lehnte ab, weil er nicht so öffentlich „ins Stottern“ kommen wollte, verriet Fleischmann. |
„Jede Generation und jeder Einzelne von uns muss für sich selbst einen Weg finden zur Aufarbeitung dessen, was sich vor über 70 Jahren bei uns ereignet hat! Es gibt immer noch viel zu tun und unser Arbeitskreis befindet sich auf einem guten Weg dahin“, betonte Fleischmann und stellte die Arbeit seines Gremiums kurz vor. |
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Mesusa 7 - Baruch Ron erinnert sich an schreckliche Zeit |
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Besuch - Als Berthold Rindsberg wurde der Jude in Adelsdorf geboren. Im siebten Mesusa-Band ist seine Lebensgeschichte nachzulesen. 30 Exemplare wurden in hebräischer Sprache gedruckt. Zur Buchvorstellung waren sieben Nachkommen der Familie nach Franken gereist. Adelsdorf - „Nicht vergessen, das ist der Sinn unseres Gedenkens.“ Diese Worte sprach Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) zur Begrüßung der jüdischen Gäste am Wochenende in Adelsdorf. Angehörige der Familie Rindsberg, die einst in Adelsdorf lebte, besuchten die Gemeinde. Höhepunkt war die Vorstellung der Lebenserinnerungen von Baruch Rons „Mesusa 7 – Der Tag, an dem meine Schoah begann“ am Sonntagabend im Heppstädter Theater Kuckucksheim.  Die Besucher mit Bürgermeister Karsten Fischkal (links) am jüdischen Gedenkstein in Adelsdorf. Johanna Blum |
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Mesusa 6 - Dr. Manfred Moses Haas |
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In Auschwitz verliert sich seine Spur … Nationalsozialismus - Der Heimatforscher Johann Fleischmann stellte den 6. Band der Reihe „Mesusa“ vor. Darin beschreibt er das Leben von Manfred Haas, einem jüdischen Mitbürger aus Mühlhausen, im Dritten Reich Mühlhausen - Der 9. November 1938 ging als Reichspogromnacht in die Geschichtsbücher ein. 70 Jahre danach wurde in Mühlhausen Band 6 der Reihe Mesusa vorgestellt. Johann Fleischmann beschreibt darin exemplarisch anhand von Dr. Manfred Moses Haas aus Mühlhausen jüdisches Schicksal im Dritten Reich.. Angesichts der rund sechs Millionen Opfer ist die gewaltige Dimension der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie heute kam mehr vorstellbar. Aber mit den 414 Seiten des neuesten Mesusa-Bandes hat Johann Fleischmann dem Grauen ein Gesicht gegeben. Zur Buchpräsentation waren auch Jacky Hilary und Debbie Herrington, die Enkelinnen von Haas, aus England nach Mühlhausen gekommen.  Jacky Hilary und Debbie Herrington sind die Enkelinnen von Manfred Moses Haas, der in Auschwitz ums Leben kam. Die beiden waren zur Vorstellung von „Mesusa 6“ extra aus England nach Mühlhausen gekommen. Verfasser des Buches ist Johann Fleischmann (rechts). Manfred Welker |
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 | In Kürze wird Mesusa 6 erscheinen Nähere Informationen zur Veröffentlichung etc. finden Sie demnächst hier | |
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German Jewish History Award |
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