Auf den Spuren der Familie Strauß

Staatsbad Bad Brückenau - Johann Fleischmann ist zur Reha im Staatsbad und erforscht Schicksale jüdischer Hoteliers

Johann Fleischmann interessiert sich für jüdische Geschichte. Oder besser gesagt: Er saugt sie förmlich in sich auf. Kein Wunder also, dass der 59-jährige Mittelfranke, der sich zurzeit auf Reha in der Hartwaldklinik aufhält, sich auch mit den Bad Brückenauer Juden und ihren Schicksalen im Nationalsozialismus beschäftigt. Und dabei hat er durchaus Neues entdeckt.

 

Es scheint so, als ob das Schicksal Fleischmann in die Rhön geführt hat. Vor wenigen Wochen wurde bei ihm eine schwere Erkrankung festgestellt: Klinik, Operation; dann wurde er in die Hartwaldklinik zur Rehabilitation geschickt. Drei Wochen, vom 15. Dezember bis 5. Januar, musste er seinen Heimatort Mühlhausen im Landkreis Erlangen-Höchstadt gegen das Staatsbad tauschen. Nun fügte es sich, dass wegen eines kursierenden Virus' viele Gemeinschaftsveranstaltungen ausfielen – eine Vorsichtsmaßnahme der Klinik. Nun hatte Fleischmann mehr als genug Zeit, das zu tun, was er eh vorhatte: vor Ort Spuren jüdischer Geschichte zu suchen.